|
Vereinsportrait Sportbootclub - Friedrichskoog e.V. |
| Es gab sicherlich unterschiedliche Beweggründe für die 13 Friedrichsköger, die sich Anfang 1980 zusammensetzten, um den SBC - Friedrichskoog zu gründen. Einige von ihnen lagen mit ihrem Freizeitbooten inmitten der Kutterflotte der Berufsfischer. Andere sahen die Notwendigkeit, Kindern und Jugendlichen aus der Region eine sinnvolle und interessante Freizeitgestaltung anbieten zu können. |
| Die Gründungsmitglieder waren neben dem Hauptinitiator Max Urthel, Franz Sonnek, Erich Stelling, Manfred Kolb, Gerhard Ihde, Walter Peters, Hans-Herbert Wellingerhoff, Paul Hinz, Thies Holm, Uwe Marscheider, Willi Sahm, Hermann Tiedje und Joachim Waldow. Am 7. März wurde der SBC - Friedrichskoog gegründet und am 19.06.1980 als gemeinnützig in das Vereinsregister beim Amtsgericht Meldorf eingetragen. Eines der Hauptanliegen der Satzung war die Aussage, das mindestens 75 % der Mitglieder ihren Hauptwohnsitz in Friedrichskoog haben mussten. Damit sollte verhindert werden, dass das gesellschaftliche Vereinsleben und die vielfältigen Aufgaben nach den Vorstellungen von auswärtigen Freizeitkapitänen ausgerichtet werden könnte. Der SBC sollte eine maritime Heimat für Ortsansässige werden. Wobei aber dem Beitritt von am Wochenende anreisenden Skippern nichts im Wege stand, solange eben die Statuten der Satzung erfüllt wurden. |
| Völlige Übereinstimmung herrschte von Anfang an darüber, dass dem Bereich der Jugendarbeit in ganz besonderer Weise Aufmerksamkeit zukommen sollte. Der Vorstand des Vereines, unter dem Vorsitz von Max Urthel, setzte sich dann auch aus der Gründungsmannschaft zusammen und hat viele Jahre ausgesprochen aktiv zum Wohle des Sportbootclubs gearbeitet. Max Urthel wurde um seiner Verdienste wegen zum Ehrenvorsitzenden gewählt, wie auch Manfred Kolb und Helmut Krämer, die zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden. Der Verein hatte direkt nach seiner Gründung keinerlei Anlagevermögen vorzuweisen. Das Umlaufvermögen bestand aus den Jahresmitglieds- beiträgen, die die Gründer gleich für drei Jahre im Voraus in die Kasse eingezahlt hatten. Gefordert war also echte Pionierarbeit. |
| Nach einiger Zeit konnte vom damaligen Marschenbauamt, das heute als Amt für ländliche Räume bekannt ist, das Vereinsgelände gepachtet werden. Einige Auflagen erschwerten die vereinsgerechte Nutzung der Fläche, konnte aber der positiven Stimmung keinen Abbruch tun. Die Anzahl der Vereinsmitglieder wuchs in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich. Anfangs die erwählten 13 Gründer, 1981 bereits 76 und 1986 die stattliche Zahl von 149 Mitgliedern hatten ihre maritime Heimat gefunden. Heute gehören 177 Wassersportbegeisterte dem SBC an. |
| Sehr viel Arbeit war mit dem Bau der Bootsliegeplätze in der Anfangszeit verbunden. Größtenteils wurden die Anleger in Eigenhilfe erstellt. Alle Mitglieder, die technisch versiert oder aber von Berufs wegen handlich ausgebildet waren, stellten nach wie vor ihr Können und ihre Zeit in den Dienst der guten Sache. Freizeitkapitäne, die im Verein zusammengeschlossen sind, haben vom Naturell her schon eine praktische Veranlagung und sehen auch ihre soziale Verantwortung für die gemeinsame Sache. |
| Da dem Verein die Jugendarbeit immer sehr wichtig war, bekam der Nachwuchs als erste Gruppe eine feste Behausung. In Eigenregie wurde 1984 ein Holzhaus errichtet. Ein großes Vereinshaus mit einer Grundfläche von 60 m² konnte am 21. Dezember 1995 mit einer Weihnachtsfeier eingeweiht werden. Auch dieses Gebäude wurde in Selbsthilfe errichtet, wobei das Bauwerk von der kommunalen Bauaufsicht mit dem Vermerk "Ohne Mängel" angenommen wurde. Das jetzige Gebäude entschädigt mit seinem gelungenen Clubraum inklusive Küchenzeile, einem großzügigen Eingangsbereich, einem blitzsauberen Sanitärtrakt und einer herrlichen Terrasse die Mitglieder für die lange Wartezeit auf die eigenen vier Wände. |
| Für einige besondere Anschaffungen konnten in den vergangenen Jahren auch einige Sponsoren gewonnen werden. So überreichte die Alte Marner Sparkasse einen Scheck für die Anschaffung einer Optimistenjolle, die wiederum der Jugendabteilung zugute kam. Aber auch Mitglieder des Vereins, die persönlich oder geschäftlich die Möglichkeiten hatten, zeigten sich immer wieder großzügig. |
| Die Kasse wird von Rainer Umland geführt, der als Steuerberater in Friedrichskoog mit Zahlen umzugehen weiß. Alles Schriftliche fließt bei Kisten Peters, die dem Verein als Schriftführerin zu Seite steht, zusammen. |
| Als Jugendwart ist Werner Wiese mit viel Engagement für seine Schützlinge aktiv. Die Betreuung verlangt nicht nur Fingerspitzengefühl, sondern auch eine gehörige Portion an Fachwissen, das er auch durch berufliche Erfahrung vorweisen kann. Der Vereinsjugend wird größtmögliche Freiheit eingeräumt, wobei aber darauf geachtet wird, dass nicht nur Recht, sondern auch Pflichten Bestandteil einer Mitgliedschaft im Vereingefüge sind. Die Jugendabteilung gab sich eine Jugendordnung, führt und verwaltet sich selber. Außerdem wählt sie den Jugendwart und seinen Stellvertreter. Die Bandbreite der Ausbildung und Aktivität ist enorm. Vorbereitung und Abnahme für anerkannte Segelscheine können vereinsintern durchgeführt werden. Bei den Motorbootführerscheinen ist die Ausbildung versiert. Da auf Sicherheit größter Wert gelegt wird, werden nur Kinder und Jugendliche auf die Boote und somit aufs Wasser gelassen, die ein Freischwimmerzeugnis oder zumindest das Seepferdchenabzeichen besitzen. Es gibt für den Nachwuchs zur Zeit zwei Optimistenjollen, eine Conger Jolle und eine 470er Jolle. |
| Ein ganz anderes Thema, aber mindestens so schön wie interessant sind die Feste und Veran -staltungen des SBC. |
| Eine besondere Attraktion, bei der es in mehrerer Hinsicht heiß zugeht, ist das Maifeuer. Eine bereits traditionelle Veranstaltung ist die Korsofahrt, die früher als Lampionfahrt ausgerichtet wurde. Bingo- und Spielabende runden das Programm ab. Mit zahlreichen Aktivitäten bereichert der SBC das gesellschaftliche und kulturelle Leben in der Gemeinde. |
| Das Verhältnis zur Gemeinde ist sehr gut. Bei Werbeaktionen für Feriengäste in Süddeutschland hatte der Verein sogar eine Optimistenjolle und anderes maritimes Gut auf Hochglanz gebracht und Verfügung gestellt. |
| Ein ebenfalls gutes und freundschaftliches Miteinander wird besonders mit den Wassersport - freunden aus Meldorf und Neufeld gepflegt. Eine ganze Reihe von Wimpeln und Pokalen, die den Clubraum des Vereinshauses schmücken, zeugen von der erfolgreichen Teilnahme an diversen Wettbewerben. |
| Eine außergewöhnliche Einrichtung ist der "Ältestenrad". In diesem Gremium arbeiten drei dem Sportbootverein langjährig verbundene Mitglieder, die aufgrund ihrer Erfahrungen und besonderen Kenntnisse eine beratende Funktion haben. Ganz natürlich, dass der SBC auf dieses wertvolle Potenzial von Manfred Kolb, Helmut Rave und Sönke Weber nicht verzichten will. |
| Als Herausforderung sieht der Vorsitzende, Jens Rave, das weitere Wachstum des Vereins auch im Bereich der Anzahl von Liegeplätzen. |
| "Ein sehr wichtiger Auftrag ist nach wie vor die Jugendarbeit. Das ist eine schöne und große Aufgabe, denn die Jugend von Heute ist der Verein von Morgen", so der Vorsitzende. |
| Dem Vorstand gehören derzeit an: |
| Jens Rave (1. Vorsitzender), Peter Dohrn (2. Vorsitzender), Rainer Umland (Kassenwart), Kirsten Peters (Schriftführerin), Werner Wiese (Jugendwart), Paul Hinz und Holger Bielenberg (Schlengelwarte), Rainer Pabst (Gerätewart) |
|
|